Jazzclub Englischer Bahnhof

Husum/Nordsee

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Unsere nächsten Veranstaltungen


 

 

19.3.2021

Tini Thomsen MaxSax

Tini Thomsen - Bariton Saxophone
Nigel Hitchcock – Alto Saxophone
Tom Trapp- Guitar
Mark Haanstra- Bass guitar
Joost Kroon- Drums

 

 

Einlass 19 Uhr

Beginn 20 Uhr

Eintritt € 15,00

Schüler €  5,00

 

Leider aufgrund von Covid abgesagt

Termin wird nachgeholt

 

 


 

Wir sind 5 Vulkane, die ausbrechen. Das auf Platte zu bringen könnte gefährlich werden für elektronische Abspielgeräte. 

 

Perspektivwechsel verändern Wahrnehmungen und Wahrheiten. Gerade deshalb zahlt es sich aus, einmal eine andere Wegstrecke als die gewohnte zu nehmen,

um an sein Ziel zu kommen. Der neue, frische Blickwinkel verändert durch seine Achsverschiebung die Draufsicht auf das eigene Tun und Denken,

erweitert den Horizont, führt zu Erkenntnissen, Einsichten und Optionen, die sich ohne diesen kleinen Ausfallschritt weg

von der bequemen Routine niemals offenbart hätten.

Abraham Lincolns Diktum, dass, wenn man tut, was man immer getan hat, nur das bekommt, was man immer bekommen hat,hat nicht an Gültigkeit verloren.

Im Gegenteil, es ist in den Lebensrealitäten der meisten Menschen heute fast zur Normalität geworden. Vielleicht auch deshalb, weil es Mut und Risikobereitschaft braucht,

aus den eingefahrenen Bahnen auszubrechen. Wer sich einmal bequem eingerichtet hat, sucht selten die Veränderung.

Für Tini Thomsen ist ein künstlerisches Leben ohne die Lust auf Neues, ohne die Weitung ihres musikalischen Horizonts nicht vorstellbar.

Die Baritonsaxophonistin und Komponistin ist immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, -formen und Betätigungsfeldern.

So hat sie Sergej Prokofjews musikalischem Märchen Peter und der Wolf ein jazzmusikalisches Gewand verpasst,

Big Band-Arrangements für die Jazz Baltica Allstar-Band geschrieben und für ihr Saxophonquartett Q4 oder

das Streichquartett Quartet Quinetique komponiert und arrangiert. Aber ihre wahre Liebe gilt ihrem Quintett MaxSax.

Seit diese Band 2014 ihr Debütalbum „MaxSax“ auf den Markt gebracht hat, schwimmt sie auf einer regelrechten Welle des Erfolgs.

Viele fragten sich ob der so bislang nie zuvor gehörten und hochenergetischen Verschränkung von Rock und Jazz verwundert, warum denn bislang niemand auf diese Idee gekommen sei.

‚Meine Lieblingsbands sind halt nicht das Miles Davis Quintet oder die Pat Metheny Group. Ich steh' eher auf die Foo Fighters oder Queens of the Stone Age‘, erzählt Tini Thomsen.

Drei Jahre später folgte „The Long Ride“. Mittlerweile durch Altsaxophonist Nigel Hitchcock zum Quintett aufgestockt

und mit den frischen Kräften Tom Trapp an der Gitarre, Mark Haanstra am Bass und Satindra Kalpoe am Schlagzeug besetzt,

kam die Musik von MaxSax nicht mehr nur mit der brachial-rüpelhaften Urgewalt des Debüts daher, sondern es hatte sich,

wie das Jazz Podium konstatierte, eine subtile, leicht angeraute Funkyness, wie man sie von Defunkt oder den seligen Slickaphonics kennt,

still und leise in die Musik geschlichen.

‚Seit Nigel dabei ist, habe ich das Gefühl, dass die Band so richtig rund und homogen klingt.

Wir haben mit einem zweiten Saxophon mehr solistische Möglichkeiten, mehr Soundvariabeln in petto.

Die Musik klingt vielleicht deshalb jetzt etwas besser ausbalanciert. Die brachialen Elemente der ersten Platte sind zwar noch vorhanden,

sind aber wohldosierter in einem weiter gefassten Klangbild verteilt‘, ergänzt Tini Thomsen.

Einladungen an die Ostsee zur Jazz Baltica oder zum North Sea Jazz Festival nach Rotterdam folgten. Der IB.-SH Jazz Award 2015 und der Deutsche Musikautorenpreis in der Sparte Jazz/Crossover 2016 sind nur zwei der renommierte Auszeichnungen, die die Musikerin für ihre Arbeit bislang verliehen bekommen hat.

Nun endlich also Shift, das dritte Album von Tini Thomsen's MaxSax. Und natürlich haben die Saxophonistin und ihre Band –

wie kann es bei diesem Albumtitel anders sein, an einigen Stellschrauben gedreht, um dem ohnehin schon sehr individuellen Gruppensound

einen etwas veränderten „Spin“ zu geben. Der rabaukenhafte Ikonoklasmus der ersten beiden Alben ist auf Shift

einer nuancierteren und wohltemperierteren Ästhetik gewichen, die, ohne der Musik ihre immense Kraft zu nehmen, auf starke Kontraste setzt.

Da wäre zum Beispiel Big Boys: Ein zäh wie Melasse dahinfließender Song, der von einer leisen unbegleiteten ostinaten Saxfigur eingeleitet, urplötzlich in ein tonnenschweres und riffgeschwängertes Rockungetüm abkippt, das Led Zeppelin zur Ehre gereicht hätte. Diesen monolithischen Kracher in einen atmosphärischen, von Flageoletttönen zusammengehaltenen Triolog von Altsax, Baritonsax und Bass aufzulösen, grenzt fast schon an Genialität. Tension and Release in Perfektion!

Happy Segment Day würde eigentlich schwerelos und federleicht dahingleiten, wären da nicht immer wieder die eingestreuten zickig-zappaesken Staustufen,

die den Fluß der Nummer heftig ins Straucheln brächten.

Funkinfizierte Kompositionen wie das epische King of Diamonds oder der Titelsong Shift zeigen sich weniger von Detroit,

als von Memphis und Muscle Shoals beeinflusst. Auch eine Prise ‚Funkadelic‘ zieht sich schemenhaft durch die Nummern.

Licht und Schatten, Volten und Wendungen, feine dramaturgische Details, die Musik auf Shift steckt so voller Überraschungsmomente und Disparititäten, dass es fast an ein Wunder grenzt, dass sie durchweg von einer stupenden Klarheit und Unmissverständlichkeit geprägt ist.      

Zweifellos hätte sich Tini Thomsen bequem zurücklehnen und die erfolgreichen Konzepte der beiden Vorgänger einfach auf Shift übertragen können. Aber die Saxophonistin wäre ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden, hätte sie einfach ihr bewährtes Blatt gespielt und dabei auf kreativen Stillstand gesetzt.

Neu auf diesem Album ist, dass sowohl Tom Trapp als auch Mark Haanstra Kompositionen beigesteuert haben. Die Bandmitglieder wissen, die heavy grooves vom ersten Album mit den jazz harmonischen Elementen vom zweiten Album zu kombinieren und dabei dem Bariton Sax genug Platz zu geben, dass es sich wie gehabt sinnvoll einreiht, ohne die Position des Mittelpunktes einzubüßen. Noch mehr Bandsound mit noch mehr Bari als Backbone.  

So ist Shift ein mutiges Album geworden, das nicht nur mit seinen ideenreichen und fantasievollen Kompositionen punktet, sondern auch eine Band mit höchst originärem Gruppensound präsentiert, der abseits jeglicher Konventionen verortet werden muss.

 

 

 


07.05.2021

Lisa Wulff Quartet

Lisa Wulff        Bass

                 Adrian Hanack   Saxophon

       Silvian Strauß   Drums

Yannis Anft   Piano

 

Einlass 19 Uhr

Beginn 20 Uhr

Eintritt € 20,00

Schüler €  5,00


 

 

 

Das Lisa Wulff Quartett spielt contemporary Jazz in klassischer Quartett Besetzung.

Mit dem Saxophonisten Adrian Hanack, dem Schlagzeuger Silvan Strauß und dem Pianisten Yannis Anft hat die Bassistin und Bandleaderin sich ein buntes Quartett aus eigensinnigen Musikern zusammen gestellt, die Ihren Kompositionen die richtigen Farben verleihen.

Seit 2014 arbeiten die vier Musiker kontinuierlich daran ihren Sound weiter zu entwickeln, zu experimentieren

und sich dabei stets gemeinsam auf neue Wege zu begeben.
Von Groove und Swing, bis hin zu freien, sphärischen Improvisationen oder klassisch anmutenden Werken ist bei Lisa Wulffs Kompositionen alles möglich.
Zusammen mit dem Schlagzeuger Silvan Strauß, der als Sideman (u.a. Nils Landgren, Maria Joao) und Bandleader (Toy Toy) längst kein Unbekannter mehr ist, dem Pianist Yannis Anft, der mit seiner langjährigen Erfahrung in der Kölner Szene (u.A.. mit seiner Band Salomea) einen ganz eigenen Sound mitbringt und dem Saxophonisten Adrian Hanack (u.A. Meute, we don’t suck we blow), der von avantgardistischen Soli, bis hin zu phantasievoll luftige Balladeninterpretationen immer für Überraschungen sorgt, bildet die Bassistin Lisa Wulff, mit ihrem warmen Kontrabass- und Sopranbassklang, mitreißenden Grooves und lyrischen Soli, eine starke Einheit.
Die gebürtige Hamburgerin, die an der Musikhochschule Bremen und Hamburg bei Detlev Beier und Lucas Lindholm Bass studierte, gewann 2016 mit ihrem Quartett den Jazz Baltica Förderpreis und brachte im Zuge dessen ihr erstes Album „Encounters“ heraus, das gleich für den ECHO Jazz nominiert wurde.

2018 erschien das aktuelle Album der Band - „wondrous strange“ - bei LAIKA Records.
2019 wurde Lisa Wulff für Ihre musikalische Arbeit und das Engagement für die Hamburger Jazzszene mit dem Hamburger Jazzpreis ausgezeichnet.
Neben ihren eigenen Bands und Projekten ist Lisa Wulff am E-Bass, wie auch am Kontrabass regelmäßig bei der NDR Bigband zu hören und tourt national und international unter anderem mit Künstlern wie Nils Landgren, Christof Lauer, Rolf Kühn, Hans Lüdemann und Caecilie Norby.


04.06.2021

Martin Wind

Katharina Pütter

New York, New York -

Die Stadt und ihre Neurotiker     

 

Einlass 19 Uhr

Beginn 20 Uhr

Eintritt € 20,00

Schüler €  5,00

               

 


 

 

 

Lesung und Musik: “New York, New York – Die Stadt und ihre Neurotiker” mit Schauspielerin Katharina Pütter und Jazzbassist Martin Wind

Die beiden gebürtigen Flensburger Katharina Pütter und Martin Wind verbindet neben ihrer norddeutschen Herkunft auch die Faszination für die einzigartige amerikanische Metropole.

Sie lernten sich kennen, als die in Berlin lebende Schauspielerin und Autorin den seit 1996 in New York wirkenden Jazzbassisten und Komponisten für ihr Buch “Leben geht weit” zu einem Interview in Manhattan besuchte.

 Gemeinsam entwickelten sie das Programm “New York, New York – Die Stadt und ihre Neurotiker”. 2017 feierten sie im ausverkauften Schifffahrtsmuseum ihrer Heimatstadt Premiere und sind mit dieser besonderen Verbindung von Literatur und Musik seitdem deutschlandweit auf der Bühne zu erleben.

 Pütter und Wind verbinden Auszüge von u.a. Truman Capotes “Frühstück bei Tiffany” und Short Stories von Woody Allen und Dorothy Parker mit Solo-Bass-Versionen von Kompositionen aus den Federn von George Gershwin, Henry Mancini und Miles Davis.

 

 

 

 


 

 

24.09.2021

Hildegunn Øiseth Quartet

 

Hildegunn Øiseth

 trumpet, flugelhorn, goat horn 

 Espen Berg - piano 

 Magne Thormodsater -bass 

 Simon Albertsen - drums

 

 

Einlass 19 Uhr

Beginn 20 Uhr

Eintritt € 15,00

Schüler €  5,00

 


 

 

Hildegunn Øiseth lives in Trondheim and is among the most important figures in Norwegian jazz. In the last years she released three albums under her own name. In 2018 she will be on tour again with the «Hildegunn Øiseth Quartet» presenting the music of her newest album «time is coming». This Norwegian band relate as though they’ve been playing together not only for several years, but also in previous lives. To perceive such synchronicity, such empathy, such compassion, such pure musicality, is a thing of joy.

 

 


 

05.11.2021

Sarah Chaksad Strings

 

SARAH CHAKSAD

alto & sopran saxophone, compositions

 STINE REM AARØNES - violine

 ELISABETH TURMO - violine

 ELIN CHRISTENSEN - viola

 RAGNHILD SANNES - cello

 OLIVER FRIEDLI - piano

MARC MEZGOLITS - bass guitar

MICHAEL HEIDEPRIEM - drums

 

 

 

Einlass 19 Uhr

Beginn 20 Uhr

Eintritt € 15,00

Schüler €  5,00


 

 

 

Sarah Chaksad STRINGS spielt sich an der Grenze von Klassik und Jazz ab, da wo sich komponierte und improvisierte Musik berühren. 

 Es verbindet Musiker*innen aus Norwegen und der Schweiz, ein Streichquartett aus Oslo und ein Jazzquartett aus Basel.

 Zusammen spielen Sie Musik für Streichquartett, Rhythm Section und Saxophon. 

 Pulsierende, offene und weltliche Musik. 

 Komponiert von Sarah Chaksad. ls

 

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Fotos: Lutz Reichert, Bahne Beliaeff

Video: Bahne Beliaeff